Tages-Andacht



«Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.» Hebräer 11,1

Lass Dich nicht vom Sichtbaren bewegen

Damals, als wir im pastoralen Dienst standen, kannten wir eine Frau, die ihre Mutter aus einem anderen Bezirk holte, damit sie uns treffen konnte. Margene brachte ihre sechsundsiebzigjährige Mutter, weil sie den Verstand verloren hatte und in einer Anstalt in Wichita Falls, Texas, lebte. Margene erklärte uns, dass die Behörden mit ihr und ihren beiden Schwestern Kontakt aufgenommen hatten, um abzuklären, ob eine von ihnen die Mutter aufnehmen konnte. Die Behörden sagten, dass man für die private Pflege bezahlen würde. Die Mutter hatte auf die Behandlung in der Anstalt nicht angesprochen. Das Personal sagte: „Wir können ihrer Mutter nicht helfen. Sie wird ihren Verstand nicht wieder erlangen.“ Sie war unerrettet und man gab ihr nicht mehr viel Zeit zu leben. Sie würde sterben und in die Hölle gehen.
Als ich der Mutter in die Augen sah, bemerkte ich, dass sie seltsam aussahen. Sie blickten stumpf und gleichgültig. Margene schüttelte ihre Mutter, legte ihr die Hand auf die Schulter und sagte: „Komm, Mama, steh auf. Wir müssen jetzt nach Hause gehen. Ich muss bei Zeiten zu Hause sein, um das Abendessen zu kochen.“ Als Margene sie in dieser Weise schüttelte, bewegte sie plötzlich ihre Augen und schaute mich an. Dann sagte sie den ersten vernünftigen Satz an diesem Tag. Sie sagte: „Wird es mir jemals wieder besser gehen?“ Ich dachte sofort an Markus 11,23: „Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteil werden, was immer er sagt“ (SLT). Ich richtete meinen Finger auf sie und sagte: „Ja, das wird es, in Jesu Namen.“ Das war alles, was ich sagte.
Margene brachte ihre Mutter zum Auto und fuhr mit ihr nach Hause. Sie sah nicht besser aus. Sie wirkte noch genauso verrückt wie zuvor. Aber für mich war die Sache erledigt. Ich hatte im Glauben zu ihr gesprochen. Glaube lässt sich nicht durch das Sichtbare erschüttern. Glaube lässt sich nicht durch Gefühle erschüttern. Glaube wird nicht von dem bewegt, was man im Natürlichen hört. Glaube wird nur von dem bewegt, was das Wort sagt.

Bekenntnis: Ich werde nicht vom Sichtbaren erschüttert. Ich werde nicht von Gefühlen erschüttert. Ich lasse mich nicht von dem bewegen, was meine natürlichen Ohren hören. Ich lasse mich nur von dem bewegen, was das Wort sagt.

Auszug aus dem Buch «Heilung durch Gottes Wort» von Kenneth E. Hagin auch als E-Book erhältlich.
8. Auflage 2015
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